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Stand: 09.12.2015

Pressemitteilung

Gemeinsam neue Wege gehen

Ressourcen bündeln, Synergieeffekte nutzen – unter dieser Prämisse haben die städtische Tagesstätte ‚Glockestubb’ und das Caritas Förderzentrum St. Christophorus Mitte Mai eine Kooperation gestartet. Beides sind langjährig bewährte Einrichtungen in Kaiserslautern und haben sich dem gleichen Kundenkreis verschrieben: Menschen, die wohnungslos oder von Obdachlosigkeit bedroht, zumeist ohne Job und in finanzieller Not sind. Ihnen soll nun ein erweitertes Hilfsangebot zugute kommen.

„Durch die Zusammenarbeit mit St. Christophorus wird die ‘Glockestubb‘ personell ver-stärkt, das inhaltliche und fachliche Spektrum ausgebaut“, erläuterte Günter Andes, Referatsleiter Soziales der Stadt. Wie bisher ist die Tagesstätte eine Anlaufstelle für Menschen mit schmalem Budget. Für einen Euro erhalten sie Frühstück und Mittagessen. „Außerdem können sie hier auch duschen, ihre Wäsche waschen oder sich in der Kleiderkammer mit dem Nötigsten eindecken“, sagte die Leiterin Claudia Lenhardt. Sie hat die „Glockestubb2 2001 mit aufgebaut, kennt jeden der Besucher und weiß, wie wichtig ihnen die Tagesstätte ist. „Umso mehr freut es mich, dass unser Team künftig auf Unterstützung des Förderzentrums bauen kann. Das ermöglicht es uns, personelle Ausfälle aufzufangen und die Öffnungszeiten zu verlängern.“

Eine besondere Bedeutung komme dem zusätzlichen sozialraumorientierten Beratungsangebot durch den St. Christophorus-Mitarbeiter Markus Schmidt zu, betont An-des. Im Caritas-Förderzentrum seit 15 Jahren für den Bereich Wohnungslose zuständig, steht der Diplom-Sozialarbeiter nun auch den Klienten der Tagesstätte als Ansprechpartner zur Verfügung – bei Nöten, Sorgen, Fragen. „Ich bin jeden Mittag ab 13 Uhr in der „Glockestubb“ und versuche, für Probleme der unterschiedlichsten Art eine möglichst schnelle und unbürokratische Lösung zu finden. Ob es um die Rentenversicherung geht, um Obdachlosigkeit oder die Entgiftung eines  Suchtkranken in der Psychiatrie.“ Das Spektrum der niederschwelligen Offerten solle ebenso den Kunden von St. Christophorus zugute kommen, betonte Peter Lehmann, Leiter des Caritas-Förderzentrums.

 

Denn das Ziel der stationären und ambulanten Maßnahmen der Einrichtung bestehe darin, die Menschen sesshaft zu machen und sie wieder ins gesellschaftliche Leben einzugliedern. „Dazu gehört es auch, dass sie sich nicht nur im geschützten Raum von St. Christophorus aufhalten, sondern auch nach draußen gehen und in Kontakt mit anderen kommen. Dadurch bauen sie Berührungsängste ab und werden psychisch stabilisiert“, ergänzte Andes. Dem pflichtete Lehmann bei und zeigte sich erfreut, in der ‘Glockestubb‘ den idealen Partner gefunden zu haben, nicht zuletzt aufgrund der zentralen Lage und angenehmen Atmosphäre. „Indem wir unsere Kompetenzen bündeln und uns ergänzen, können wir mehr umsetzen als im Alleingang.“  Denkbar seien neben den Hilfsangeboten gemeinsame Veranstaltungen in Form von Musikabenden, Theateraufführungen und Spielenachmittagen, auch eigens für Kinder, „da wir immer öfter Familien im Haus haben“, so Peter Lehmann. Bei der Umsetzung derartiger Vorhaben sollten die Klienten möglichst miteinbezogen werden. „Denn es ist wichtig, eine Aufgabe zu haben. Das stärkt das Verantwortungsgefühl und die Sozialkompetenz.“ So sehr beide Parteien im Rahmen der Kooperation inhaltlich und qualitativ gepowert hätten, zu Mehrkosten sei es nicht gekommen, konstatierte Andes. „Es hat lediglich eine Umschichtung der Ressourcen stattgefunden, zum Wohle der Kunden und im Sinne einer Win-win-Situation.“

Bildinfo: Kooperationspartner an einem Tisch: (von links) Claudia Lenhardt, Peter Lehmann, Günter Andes und Markus Schmidt

Text und Bild: Caritasverband für die Diözese Speyer/ Friederike Jung

Herausgegeben vom Caritasverband für die Diözese Speyer
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