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Stand: 17.09.2018

Pressemitteilung

Renovierung nach Feuer in St. Christophorus hat begonnen

Das neue Jahr begann im Caritas-Förderzentrum St. Christophorus Kaiserslautern mit Schrecken. In der Nacht zum ersten Januar brach in einem Gemeinschaftsraum in der dritten Etage ein Feuer aus. Die Feuerwehr konnte des Brandes zwar Herr werden, bevor sich das Feuer weiter ausbreitete. Doch es wird einige Monate dauern, die Folgen zu beseitigen. Bis dahin sind die Räume des betroffenen Bereichs unbewohnbar.


Die Abschlusstür trennt zwei Welten. Auf der einen Seite ist alles hell und sauber, auf der anderen bietet sich ein trauriges Bild. Beißender Geruch überall. Dazu Ruß, der eine schwarzbraune Spur hinterlassen und sich in jede Ritze gesetzt hat. Als giftiger, schmieriger Film überzieht er alles. Wände, Böden, Türen, Möbel und jeden einzelnen Gegenstand. Ihm rücken derzeit Spezialisten auf den Leib. In Schutzanzügen samt Atemmasken schleifen sie die Wände ab. Am schlimmsten sieht es im Gemeinschaftsraum aus. Er ist Zentrum des Unglücks und gleicht einem Trümmerfeld.

„Um kurz nach halb eins in der Silvesternacht ging im Haus der Alarm los. Da er automatisch an die Feuerwehr weitergeleitet wird, waren die Einsatzkräfte schnell vor Ort und konnten Schlimmeres verhindern“, sagte Einrichtungsleiter Peter Lehmann. Er hat ein dickes Lob für die Feuerwehr und das Deutsche Rote Kreuz parat.

Viele der knapp 100 Bewohner seien zu dem Zeitpunkt noch in der Stadt unterwegs gewesen. „Alle, die im Haus waren, wurden evakuiert und haben die Nacht über in einem bereitgestellten Stadtbus Unterschlupf gefunden. Obwohl der Schreck groß war, ist keine Panik ausgebrochen. Die Feuerwehr, das DRK und unsere Mitarbeiter, aber auch die Bewohner, haben ruhig und besonnen gehandelt.“ Die Spurensicherung der Kripo kam der Brandursache schnell auf die Spur. „Es war ein technischer Defekt, ein Kabel ist durchgeschmort.“

Das Feuer hat ganze Arbeit geleistet. Innerhalb von Minuten ist der Gemeinschaftsraum ausgebrannt. Aber auch die meisten umliegenden Zimmer sind durch die Rußverschmutzung unbenutzbar. „Am schlimmsten ist es dort, wo die Türen offenstanden. Da hat sich der Ruß über alles gelegt. Nur eines der beiden Büros ist verschont geblieben, und im großen Bad und WC konnten die Keramik gesäubert werden. Alles andere muss entfernt werden - vom Boden bis zu den Deckenplatten.“ Besonders bitter sind die Folgen für die acht Männer, die in diesem Bereich gewohnt haben. Sie haben ihre persönlichen Gegenstände verloren, selbst ihre Kleidung, die trotz Spezialreinigung nicht mehr brauchbar ist. „Aber unsere Kleiderkammer ist gut bestückt. Dort konnten sie sich mit allem Nötigen eindecken.“


Mehr Glück hatten die zwölf Bewohner auf der anderen Seite der Etage. Dort haben die Abschlusstüren zwischen den beiden Fluren das Gröbste abgehalten. „Nur der Brandgeruch war anfangs so stark, dass auch sie ihre Zimmer für ein paar Tage räumen mussten.“ Das bedeutete, insgesamt 20 Leute auf einen Schlag anderweitig unterzubringen. Und so wurde der Multifunktionsraum vorübergehend in ein provisorisches Quartier umgewandelt. Während die einen mittlerweile in ihre Räume zurückkehren konnten, müssen sich die Bewohner des betroffenen Bereichs noch gedulden. Denn es wird einige Monate dauern bis alle Arbeiten abgeschlossen, die Räume renoviert, neu möbliert und wieder bezugsfähig sind. „Bis dahin versuchen wir, den Leuten das Leben etwas zu versüßen. Und da die Versicherung den Schaden reguliert, müssen sie sich auch keine Sorgen um ihr verlorenes Hab und Gut machen. Die Aussicht, dass alles ersetzt wird, ist vielleicht ein kleines Trostpflaster“, hofft Einrichtungsleiter Peter Lehmann.

Herausgegeben vom Caritasverband für die Diözese Speyer
Text und Fotos:
Friederike Jung

Herausgegeben vom Caritasverband für die Diözese Speyer
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