Eingliederungshilfe gemäß §§ 53 ff SGB XII

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Aber auch psychische Erkrankungen und Suchtmittelabhängigkeiten können, oft einhergehend mit Arbeitsplatzverlust, langwierigen Behandlungen und Rückfällen, in die Wohnungslosigkeit führen.

Auf der Suche nach Hilfe pendeln viele psychisch kranke Frauen und Männer immer wieder zwischen Psychiatrie, Suchthilfe und verschiedenen Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe.

Um diesen Kreislauf zu durchbrechen bieten wir auch psychisch kranken wohnungslosen Menschen im Rahmen der stationären Eingliederungshilfe (§§ 53 ff SGB XII) verlässliche Unterstützung und fachliche Hilfen.

Wir stellen Sie als Menschen mit ihren Stärken und Fähigkeiten in den Mittelpunkt. Gemeinsam mit Ihnen gestalten wir Ihren Alltag.
Unser Angebot richtet sich an Frauen und Männer ab 18 Jahren und beinhaltet:

  • fachliche Beratung in allen Problem- und Lebensbereichen
  • Unterstützung bei der Alltags- und Freizeitgestaltung
  • Beschäftigungsmöglichkeiten im Bereich Holzwerkstatt, Garten, Küche und Haustechnik
  • Hilfen zur Gesundheitsfürsorge

In unserer Holzwerkstatt können Bewohner*innen aus der Resozialisierungswohngruppe, der Eingliederungshilfe und der Jugendhilfen im geschützten Umfeld folgende Erfahrungen zur Beschäftigung und/oder zur Vorbereitung auf das Arbeitsleben sammeln:

  • Schrittweise Heranführung an die Anforderungen des Arbeitsalltags 
  • Förderung sozialer Kompetenzen
  • Persönliche Erfolgserlebnisse stärken im Umgang mit Konflikten und persönlichen    Herausforderungen 
  • die Einbeziehung ins Gruppengeschehen 

Durch gemeinsames Arbeiten entsteht Zusammenhalt. Das gemeinsame Handwerken führt zum Aufbau neuer sozialer Kontakte, soziale Kompetenzen werden gestärkt. Beim Produzieren handwerklicher Holzwaren wird die Selbstwirksamkeit (wieder) entdeckt. Durch den Verkauf der produzierten Waren steigt das eigene Selbstbewusstsein. All dies und viel mehr können unsere Kund*innen dort erleben und sich erarbeiten.

Nach einem Vorgespräch mit uns und der Zusage des Kostenträgers (in der Regel Sozialamt) kann  eine Aufnahme, ggf. auch zum Probewohnen, erfolgen.

Abstinenz ist nicht zwingend Voraussetzung, der Konsum von Alkohol in der Einrichtung ist jedoch nicht erlaubt.