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Stand: 17.09.2018

Pressemitteilung

Feierlichkeit zum Jubiläum des Caritasverbands Speyer in Kaiserslautern

Gemeinsamer Elisabethentag der Caritas-Einrichtungen in KaiserslauternGemeinsamer Elisabethentag: (von links) Jutta Asal von Wuthenau von St. Hedwig, Sabine Henke-John von St. Lukas, Peter Lehmann von St. Christophorus, Dekan Steffen Kühn und Beate Schmitt vom Caritas-Zentrum.Friederike Jung / Caritasverband für die Diözese Speyer

Die gemeinsame Elisabethenfeier fand am 19. November in der Kirche Heilig Geist im Rahmen eines Gottesdiensts statt. Eine Feier mit doppelter Bedeutung, denn an diesem Tag wird auch der Heiligen Elisabeth, Schutzpatronin des Caritasverbands, gedacht.

"Eigentlich sollte es ein großes Fest werden, aber die Umstände lassen es bedauerlicherweise nicht zu", sagte der Kaiserslauterer Dekan Steffen Kühn, der den Gottesdienst leitete.  Doch der Festtag der Heiligen Elisabeth eigne sich wie kein anderer, um dem Caritas-Verband und seinen Mitarbeitenden zu danken. "Für die vielen Jahre des besonderen Hinsehens und für das Engagement, das die Not vieler Menschen gelindert habe", richtete er seine Worte an die Leitenden der Caritas-Einrichtungen, "die stellvertretend für alle, die auch gerne gekommen wären, an dieser Feierlichkeit teilnehmen.  Sie begleiten Menschen, die Hilfe brauchen, aber gleichzeitig auch viel geben. So wachsen alle zu einer Menschheitsfamilie zusammen."

Caritas bedeute ein Aufeinanderzugehen und sei im christlichen Sinne etwas Vernünftiges. Ganz so wie es der Lebensentwurf der Elisabeth von Thüringen zeige. Sie ist eine der am meisten verehrten Heiligen in der katholischen Kirche und gleichzeitig eine der ungewöhnlichsten Frauen des Mittelalters.  1207 als ungarische Königstochter geboren, wurde sie als junges Mädchen mit Ludwig IV., dem Landgrafen von Thüringen, vermählt. Im Überfluss lebend, entging ihr nicht die Not des einfachen Volkes. Aus ihrem christlichen Glauben heraus setzte sie sich für die Armen, Schwachen und Kranken ein und verschrieb auch sich selbst der Bescheidenheit. Bereits vier Jahre nach ihrem Tod 1231 wurde sie von Papst Gregor IX. heilig gesprochen.  Eine außergewöhnliche Frau, um die sich etliche Legenden ranken.

Eine Legende ist das sogenannte Rosenwunder, an das Jutta Asal von Wuthenau, die das Caritas Altenzentrum St. Hedwig leitet, in einer kurzen Schilderung erinnerte. "Wer die Rose sieht, kann die Dornen übersehen", knüpfte der Dekan daran an und verwies darauf, dass nicht nur das Materielle zähle, sondern auch Worte und Gesten zur richtigen Zeit.

Dem pflichtete die Kaiserslauterer Stadtbürgermeisterin Beate Kimmel bei. "Die Caritas-Einrichtungen sind ein wichtiger Teil unserer Stadtgesellschaft. In ihnen werden Inklusion und ein respektvolles Miteinander gelebt,  denn der Mensch soll im Mittelpunkt stehen." Die Arbeit aller Beteiligten präge die Gesellschaft, sagte Kimmel, "deshalb möchten wir den Dank dafür in die Welt schicken." Dem Caritas-Förderzentrum St. Lukas, das seit 30 Jahren für die Betreuung, Förderung und Unterstützung psychisch kranker Menschen  soziale Verantwortung übernommen hat, bescheinigte sie landesweiten Vorbildcharakter. "Ich wäre gern durch die verschiedenen Einrichtungen gegangen, um auch den Mitarbeitenden und Bewohnern die Beachtung zu schenken. Leider ist das nicht möglich."

Lebkuchen in Form von ElisabethentalernLebkuchen in Form von Elisabethentalern wurden in den Caritas-Einrichtungen an die Mitarbeitenden und Kundinnen und Kunden verschenkt. Friederike Jung / Caritasverband für die Diözese Speyer

Damit diese in den verschiedenen Caritas-Einrichtungen nicht leer ausgehen, haben sich die Veranstalter der Feierlichkeit eine besondere Aufmerksamkeit  einfallen lassen. "Wir haben bei einer Bäckerei große Mengen Lebkuchen in Form von Elisabethentalern in Auftrag gegeben", erklärte Beate Schmitt, Leiterin des  Caritas-Zentrums. Sie wurden von Dekan Steffen Kühn gesegnet, bevor sie ihre Reise zu den Caritas-Einrichtungen der Stadt und zu den Außenstellen antraten, um dort verteilt zu werden.

Im Caritas-Förderzentrum St. Christophorus konnten sich die Bewohner zur Feier des Tages außerdem über ein mediterranes Mittagessen freuen, "das von zwei eigens engagierten italienischen Köchen zubereitet wird", verriet Leiter Peter Lehmann. Über Pizza durften sich die Bewohner vom Caritas-Förderzentrum St. Lukas freuen. Das Caritas-Altenzentrum St. Hedwig setzte mit Schnitzel auf eine deutsche Spezialität und hielt für den Nachmittag noch eine musikalische Überraschung bereit. Ein Pianist der Band der United States Air Forces in Europe (USAFE) sollte auf jedem Stockwerk ein Ständchen geben.

"Lassen Sie sich nicht den Mut nehmen, all die wichtigen Aufgaben zu erfüllen, damit sich die Menschen  wohlfühlen", gab der Dekan den Einrichtungsleitungen mit auf den Weg.  "Mut, sich zu engagieren, und ein sehendes Herz sind das, was wir brauchen und was uns zusammenführt."

Text und Fotos: Friederike Jung für den Caritasverband für die Diözese Speyer



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